Page 7 - Journal_2020
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Geschichte
BOGEN – WIEGE des BAYERISCHEN RAUTENWAPPENS
Der Ort Bogen und das umliegende Gebiet gelangten wohl um die Jahrtausendwende in den Einflussbereich eines langsam entstandenen Grafengeschlechtes. Es hatte seinen Sitz zunächst in Windberg. Von dort aus stiftete Domvogt Friedrich um 1080 das Kloster Oberalteich, Graf Aswin soll 1104 die Marienwallfahrt auf den Bogenberg begründet haben. Als die Grafen von Windberg ihren Stammsitz zu einem Kloster machten (um 1140), ver- legten sie ihre Residenz nach Bogen und nannten sich Grafen von Bogen. Als solche hatten sie Einfluss in weiten Teilen Niederbayerns und des Bayerischen Waldes bis hin- ein nach Böhmen. Sie waren während des 12. Jh. geach- tete, aber auch gefürchtete Herrscher. Sie nahmen an Kreuzzügen teil, glänzten als tapfere Soldaten, verursach- ten aber auch blutige Fehden mit Nachbargemeinden.
Die Witwe des Grafen Albert III., Ludmilla, heiratete 1204 den Wittelsbacher Herzog Ludwig den Kelheimer. Da die beiden Söhne Ludmillas und des verstorbenen Albert, die letzten Grafen von Bogen, kinderlos starben, fiel 1242 die gesamte Grafschaft an die Wittelsbacher. Auch das Symbol der Bogener Grafen, die Rauten, die sie in ihrer Speerfahne geführt hatten, eigneten sich die Wittels- bacher Erben an. Heute bilden die weiß-blauen Rauten das Herzstück des bayerischen Staatswappens und erin- nern an Bogens größte Zeit.
Stadtführungen in der Stadt Bogen
Die Stadt bietet für alle interessierten Gäste, Einzel- personen, Gruppen und Vereine Stadtführungen durch geschulte Gästeführer an.
Sie erhalten viele Informationen zur Geschichte Bogens, besichtigen den Stadtplatz, die Bachgasse mit ihren Holzhausbauten, das alte Rathaus, wo die alten Kellergewölbe bestaunt werden können, und vieles mehr!
Dauer: ca. 1,5 Std.
Kosten: Freiwillige Spende an den Gästeführer
Infos: Stadt Bogen
Tel. 09422 505-0
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